Mitarbeiter sind in verschiedenen Branchen und Funktionen einer Vielzahl von Gefahren für ihre Sicherheit ausgesetzt. Die folgenden Arten von Arbeitsunfällen stellen Arbeitsschutzmanager weltweit und in verschiedenen Branchen und Funktionen vor Herausforderungen:
Arbeitsunfälle
Ausrutschen, Stolpern und Stürze
Der Nationale Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten von Amerika meldete im Jahr 2010 27.500 Todesfälle aufgrund von Ausrutschen, Stolpern und Stürzen (ein Anstieg von 6 % gegenüber 2010). Ausrutschen, Stolpern und Stürze sind eine der Hauptursachen für Arbeitsunfälle und Todesfälle am Arbeitsplatz und stellen für viele Unternehmen ein Risiko dar. Zu den Umständen, die das Risiko für Ausrutschen, Stolpern oder Stürze erhöhen, zählen Verschüttungen, Wetterbedingungen, ungeeignete Bodenbeläge und unaufgeräumte Gehwege. Um das Risiko für Ausrutschen, Stolpern oder Stürze Ihrer Mitarbeiter zu verringern, empfehlen wir Ihnen, folgende Informationen zu lesen 6 Tipps zur Verringerung von Ausrutschen, Stolpern und Stürzen am Arbeitsplatz und 6 Tipps für den Umgang mit Glatteis
Beispielbranchen: Gebäudewartungsdienste, Restaurants, Versorgungsunternehmen, öffentliche Dienste, Energie, Bauwesen und Fertigung
Gewalt am Arbeitsplatz
Die britische Gesundheits- und Sicherheitsbehörde berichtete, dass es zwischen 2006 und 2007 zu 288.000 Übergriffen und 397.000 Fällen von Drohungen kam. Mitarbeiter, die in abgelegenen Bereichen oder in den Abendstunden arbeiten, sind möglicherweise einem erhöhten Risiko von Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt.
- Entwickeln Sie eine Null-Toleranz-Richtlinie, die Mitarbeiter, Besucher, Kunden, Patienten, Auftragnehmer oder alle anderen Personen umfasst, die mit Ihrem Unternehmen in Kontakt kommen könnten.
- Installieren Sie technische Kontrollmaßnahmen, um die Möglichkeit von Gewalt am Arbeitsplatz zu reduzieren oder zu beseitigen, wie z. B.:
- Kameras
- Verbesserte Beleuchtung
- Zugangskontrollen (Sicherheitsausweise, Schlüssel usw.)
- Schutzbarrieren installieren
- Alarmanlagen
- Stellen Sie sicher, dass die Arbeitsplätze der Mitarbeiter für andere gut sichtbar sind.
- Mitarbeitenden Schulungen zur Vermeidung von Gewalt am Arbeitsplatz anbieten
- Stellen Sie einen Tresor bereit, um die Menge an Bargeld zu reduzieren, die Mitarbeiter bei sich haben.
Beispielbranchen: Einzelhandel, Finanzwesen, öffentlicher Nahverkehr, Sicherheitsdienste und öffentliche Sicherheit
Heben und Biegen
Unsachgemäßes Heben oder Beugen kann zu Rücken- und Muskelverletzungen führen. Eine Rückenverletzung kann unabhängig vom Gewicht auftreten, wenn keine richtigen Hebetechniken angewendet werden. Das Risiko von Rückenverletzungen lässt sich verringern, indem man die Entfernung und die Kraftanstrengung beim Heben und Bewegen von Gegenständen – insbesondere großen oder schweren Gegenständen – reduziert. Schweres Heben sollte in Hüfthöhe erfolgen, um unnötiges Beugen oder Überstrecken zu vermeiden.
Beispielbranchen: Fertigung, Lagerhaltung, Einzelhandel, Gastronomie, Logistik und Transport, Versorgungsunternehmen und Bauwesen
Kollisionen
Verkehrsunfälle sind eine der Hauptursachen für Arbeitsunfälle und Todesfälle. Die Kampagne „Drive Safely Work Week” (Sicheres Fahren am Arbeitsplatz) desNetzwerks der Arbeitgeber für Verkehrssicherheit hat vier Methoden zur Verringerung des Risikos von Verkehrsunfällen am Arbeitsplatz vorgestellt:
- Regelmäßige Sehtests
- Ausgeruht und gut versorgt sein
- Durchführung aller vorbeugenden Wartungsarbeiten an Fahrzeugen
- Sicherstellen, dass alle Einstellungen in Ihrem Fahrzeug so konfiguriert sind, dass sie die beste Sicht bieten, und dass das Fahrzeug gut zum Fahrer passt, um die Energie zu maximieren.
Beispielbranchen: Versorgungsunternehmen, öffentliche Dienste, Logistik und Transport, Energie, Fertigung und Bauwesen
Herzinfarkt
Mit einer alternden Belegschaft hat sich das Risiko eines Herzinfarkts in den letzten zehn Jahren erhöht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Risiko Ihrer Mitarbeiter für einen Herzinfarkt zu verringern.
Beispielbranchen: Alle Branchen
Erschöpfung und Müdigkeit
Erschöpfung und Müdigkeit am Arbeitsplatz können die Produktivität und die Arbeitsmoral beeinträchtigen und langfristig zusätzliche gesundheitliche Folgen haben. Mögliche Ursachen für Müdigkeit am Arbeitsplatz sind Schlafmangel (aus verschiedenen Gründen), übermäßiger Stress, schlechte Schlafqualität, zu wenige freie Tage und unregelmäßige Schlafgewohnheiten (z. B. bei Schichtarbeit).
Glücklicherweise können Maßnahmen ergriffen werden, um Müdigkeit und Erschöpfung am Arbeitsplatz zu reduzieren. Für Arbeitgeber:
- Überprüfen Sie die Dienstpläne, um festzustellen, ob bestimmte Mitarbeiter möglicherweise überlastet sind oder zwischen den Schichten nicht genügend Ruhezeit erhalten.
- Verbesserung der Regelmäßigkeit der Schichten (falls zutreffend)
- Stellen Sie sicher, dass die Mitarbeiter während der Arbeit ausreichend Pausen einlegen.
- Gewähren Sie Ihren Mitarbeitern mindestens zwei aufeinanderfolgende freie Tage, damit sie sich von einem eventuellen Schlafdefizit erholen können.
Für Mitarbeiter:
- Achten Sie darauf, dass Sie zu einer festen Zeit ins Bett gehen und jede Nacht zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf bekommen.
- Vermeiden Sie Koffein vor dem Schlafengehen und essen Sie nicht vor dem Schlafengehen.
- Trinken Sie viel Wasser.
- Reduzieren Sie nach Möglichkeit die Zeit, die Sie für den Arbeitsweg aufwenden.
- Täglich ausreichend Bewegung
- Führen Sie Dehnübungen durch, um Ihre Muskeln zu entspannen.
- Wechseln Sie zwischen verschiedenen Arbeitsaufgaben, um Ihren Geist anzuregen und sich selbst zu motivieren.
- Machen Sie Ihre Pausen
Beispielbranchen: Bauwesen, Fertigung, Logistik und Transport, sitzende Tätigkeiten (auch bekannt als „Bürojobs“)
Diese Arbeitsunfälle können durch ein echtes Engagement für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter reduziert, gemildert oder ganz vermieden werden. Die oben genannten Tipps sind zwar ein guter Anfang, aber es gibt sicherlich noch andere Methoden, die ebenfalls wirksam sein könnten. Teilen Sie uns Ihre eigenen Tipps und Tricks zur Reduzierung von Arbeitsunfällen gerne im Kommentarfeld unten mit!