Brennbare Gase und ihre Erkennung
Brennbare Gase stellen eines der größten Risiken für Industrieanlagen dar. Dieses umfassende Whitepaper behandelt die Grundlagen bis hin zu den neuesten Fortschritten in der UEG-Detektionstechnologie.
Wasserstoffgas ist ein chemisches Element, das aus zwei Wasserstoffatomen mit der Formel H₂ besteht. In seiner reinen Form ist Wasserstoff ein farbloses, geruchloses und geschmackloses Gas. Es ist ungiftig, aber extrem brennbar und erfordert eine sorgfältige Handhabung, um die Sicherheit zu gewährleisten. Wasserstoff ist das häufigste Element im Universum und macht 90 Prozent des Gewichts des Universums aus. Auf der Erde kommt es jedoch selten in seiner reinen Form vor, da es sich leicht mit anderen Elementen verbindet. Wasserstoff wird häufig in verschiedenen industriellen Prozessen verwendet, darunter bei der Erdölraffination, der Herstellung von Chemikalien und als potenzielle saubere Kraftstoffquelle.
Wasserstoffgas ist extrem leicht und hat bei Normaldruck eine Dichte von 0,08988 Gramm pro Liter. Diese Eigenschaft macht es für Anwendungen wie Brennstoffzellen und als Traggas in Ballons und Luftschiffen wertvoll. Trotz seiner Leichtigkeit und seines Überflusses ist der sichere Umgang mit Wasserstoff aufgrund seiner Entflammbarkeit von entscheidender Bedeutung.
Die industrielle Wasserstoffproduktion ist bedeutend, weltweit gibt es zahlreiche Großanlagen. Wasserstoff wird häufig durch Verfahren wie Dampfreformierung von Methan und Elektrolyse hergestellt, bei denen Wassermoleküle gespalten werden, um Wasserstoffgas zu gewinnen.
Es gibt verschiedene Formen von Wasserstoff, die jeweils nach ihrer Herstellungsmethode benannt sind. Obwohl grüner Wasserstoff der „heilige Gral“ der sauberen Energie ist, reduzieren auch andere Arten die Emissionen und spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung der CO2-Neutralität. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die einzelnen Arten und ihre Herstellungsprozesse.
Grüner Wasserstoff wird ohne schädliche Treibhausgasemissionen hergestellt und nutzt überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windenergie. Dieser überschüssige Strom spaltet Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, wobei bei der Elektrolyse kein Kohlendioxid freigesetzt wird. Durch die Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energie in Zeiten geringer Nachfrage gleicht die Produktion von grünem Wasserstoff das Stromnetz aus und speichert überschüssige Energie, wodurch die Flexibilität und Zuverlässigkeit des Energiesystems verbessert wird. Derzeit macht grüner Wasserstoff nur einen geringen Prozentsatz der gesamten Wasserstoffproduktion aus.
Blauer Wasserstoff, auch als dekarbonisierter Wasserstoff bekannt, wird in erster Linie aus Erdgas mithilfe eines Verfahrens namens Dampfreformierung (entweder durch Dampfreformierung von Methan (SMR) oder autotherme Reformierung (ATR)) hergestellt. Wenn Erdgas und sehr heißer Dampf miteinander vermischt werden, werden Wasserstoff und Kohlendioxid voneinander getrennt. Das Kohlendioxid wird anschließend aufgefangen und sicher gespeichert, während der Wasserstoff als Brenngas transportiert wird.
Grauer Wasserstoff wird nach dem gleichen Verfahren wie blauer Wasserstoff hergestellt: durch Dampfreformierung. Anstatt das Kohlendioxid abzuscheiden, wird es in die Atmosphäre freigesetzt. Dies ist derzeit die gängigste Form der Wasserstofferzeugung.
Rosa Wasserstoff wird mit Strom aus Kernenergie hergestellt. Er wird auch als violetter oder roter Wasserstoff bezeichnet, setzt kein CO2 frei, verursacht jedoch Atommüll. Die hohen Temperaturen in Kernreaktoren können auch Dampf für eine effizientere Elektrolyse oder die Dampfreformierung von Erdgas erzeugen.
Türkisfarbener Wasserstoff wird manchmal auch als Vorverbrennungswasserstoff bezeichnet und durch Methanpyrolyse hergestellt, wobei Wasserstoff und fester Kohlenstoff entstehen. Sein geringes Emissionspotenzial hängt davon ab, dass für den thermischen Prozess erneuerbare Energien verwendet werden und der Kohlenstoff dauerhaft gespeichert oder genutzt wird.
Gelber Wasserstoff wird durch Elektrolyse unter Verwendung von Solarenergie hergestellt und ist somit eine saubere Energiequelle ohne Treibhausgasemissionen.
Weißer oder „goldener“ Wasserstoff istnatürlich vorkommender Wasserstoff, der in unterirdischen Lagerstätten gefunden und bei Verfahren wie Fracking gewonnen wird. Insbesondere in Südaustralien wurden bereits mehrere Vorkommen von hochreinem weißem oder goldenem Wasserstoff entdeckt. Eine im letzten Jahr im Lothringer Becken in Frankreich entdeckte Lagerstätte soll 250 Millionen Tonnen Wasserstoff enthalten, genug, um den aktuellen weltweiten Bedarf für mehr als zwei Jahre zu decken (BBC News/IEA.org).
Schwarz- und Braunkohlenwasserstoff wird aus fossilen Brennstoffen, insbesondere Schwarz- oder Braunkohle, hergestellt, wobei Emissionen in die Atmosphäre freigesetzt werden. Dies ist die umweltschädlichste Form der Wasserstofferzeugung.
Typ: Elektrochemischer Sensor(
) Messbereich: 0–40.000 ppm
Empfindlichkeitsbereich: 1 nA/ppm ± 0,5 nA/ppm
*nicht in allen Regionen verfügbar
Unterer Alarm: 4.000 ppm
Oberer Alarm: 8.000 ppm
Brennbare Gase stellen eines der größten Risiken für Industrieanlagen dar. Dieses umfassende Whitepaper behandelt die Grundlagen bis hin zu den neuesten Fortschritten in der UEG-Detektionstechnologie.